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40 Jahre EGFR-Forschung: ZKF-Forschende an Sonderausgabe der Philosophical Transactions of the Royal Society B beteiligt

Seit vier Jahrzehnten steht der für Krebszellen wichtige epidermal Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR) im Zentrum intensiver biomedizinischer Forschung. Anlässlich dieses Meilensteins widmet Philosophical Transactions B der Royal Society, eines der ältesten wissenschaftlichen Journale der Welt, dem EGFR eine Sonderausgabe. Führende internationale Wissenschafter geben darin einen Überblick über wichtige Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte und beleuchten neue Perspektiven für die EGFR-Forschung.

Auch Forschende des Zentrums für Krebsforschung (ZKF) der Medizinischen Universität Wien sind mit einem Review an dieser Jubiläumsausgabe beteiligt. Die Publikation wird von Maria Sibilia als Seniorautorin geleitet; unterstützt wurde sie von Thomas Bauer und Martin Holcmann.

EGFR ist vor allem für seine zentrale Rolle bei der Regulation von Zellwachstum, Zellteilung und Differenzierung, besonders bei Krebs, bekannt. Die Forschung der vergangenen Jahrzehnte hat jedoch gezeigt, dass seine Funktionen weit darüber hinausgehen. EGFR-Signalwege stehen in enger Verbindung mit der Gewebehomöostase, Entzündungsprozessen und Immunreaktionen und beeinflussen, wie Gewebe auf Verletzungen und Erkrankungen reagieren.

Das ZKF der Medizinischen Universität Wien beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den vielfältigen Funktionen des EGFR. Der Beitrag in Philosophical Transactions B fasst aktuelle Erkenntnisse darüber zusammen, wie EGFR-Signale mit anderen zellulären Signalwegen und dem Immunsystem interagieren. Damit wird die Bedeutung des EGFR nicht nur für die Krebsforschung, sondern auch für die Aufrechterhaltung und Regeneration gesunder Gewebe deutlich.

Die Sonderausgabe zeigt eindrucksvoll, wie sich das Verständnis des EGFR in den vergangenen 40 Jahren weiterentwickelt hat: von einem Wachstumsrezeptor hin zu einem zentralen Bestandteil komplexer Signalnetzwerke, die Gewebefunktion, Entzündung und Krankheitsprozesse steuern. Dieses Wissen gewinnt auch für die Medizin zunehmend an Bedeutung, etwa um die Wirkungen und Nebenwirkungen EGFR-gerichteter Therapien besser zu verstehen.

Mit der Sonderausgabe bietet Philosophical Transactions B einen Rückblick auf vier Jahrzehnte EGFR-Forschung und zugleich einen Ausblick auf die wissenschaftlichen Fragen, die das Forschungsfeld auch in Zukunft beschäftigen werden.

Der Beitrag der CCR-Forschenden unterstreicht die anhaltende Bedeutung der EGFR-Forschung für ein besseres Verständnis des Zusammenspiels von Signalwegen, Gewebe und Immunsystem bei Gesundheit und Krankheit.

 

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